Effiziente Türproduktion dank durchdachter FördertechnikHörmann setzt am Standort Freisen auf Systeme von Schulz 31. März 2026

Beim Türen- und Torspezialisten Hörmann sorgt moderne Fördertechnik von Schulz für effiziente Materialflüsse und höchste Prozesssicherheit in der Türblattfertigung.

Die Hörmann Gruppe zählt zu den führenden europäischen Anbietern für Türen und Tore. In insgesamt 38 spezialisierten Werken in Europa, Nordamerika und Asien fertigen über 6.000 Mitarbeitende ein breites Spektrum an Toren, Türen, Zargen und Antrieben für den privaten wie gewerblichen Einsatz. Einer der traditionsreichsten Standorte befindet sich in Freisen im Saarland, wo Hörmann bereits seit 1962 vertreten ist. Hier werden hochwertige Mehrzweck-, Feuer-, Rauchschutz-, Sicherheits- und Schallschutztüren aus Stahl produziert – ein komplexer Fertigungsprozess, bei dem moderne Fördertechnik eine zentrale Rolle spielt.

Fördertechnik als Rückgrat der Türblattproduktion

Im Werk Freisen kommen an zwei Türblattlinien Förderanlagen der Firma Schulz Fördertechnik zum Einsatz. Die Systeme übernehmen den Transport der Türblattkomponenten ebenso wie den der Türblattflügel. Zum Einsatz kommen dabei unterschiedlichste Fördermodule – von klassischen Rollenförderern über Querfördereinheiten bis hin zu komplexen Winkelübergaben, mit und ohne Seitenanschläge.

Die Investition in die ersten Anlagen liegt bereits über zehn Jahre zurück. Auslöser war damals eine Neuentwicklung im Bereich der Türflügel, welche sich nur mit neuer Prozesstechnik umsetzen ließ. „Mit den bestehenden Anlagen konnten wir die neuen Anforderungen nicht mehr abbilden. Wir brauchten neue Fertigungstechnik – und damit auch eine moderne Förderlösung“, erinnert sich Simon Schäfer, Leiter Technische Projektabwicklung am Standort Freisen.

Riemenförderer übernehmen nach dem Anheben den Quertransport der Türblätter.

Entscheidung für Schulz: Nähe, Kompetenz und Beratung

Die Wahl fiel auf Schulz Fördertechnik – nicht nur aufgrund der regionalen Nähe, sondern auch auf Empfehlung verschiedener Branchenpartner. Für Hörmann war es damals das erste Projekt mit Schulz, und der Verlauf überzeugte auf ganzer Linie. „Der Projektverlauf war äußerst zügig und zielgerichtet“, berichtet Schäfer. „Unser Ansprechpartner, Herr Turan Ilginer, hat uns mit seiner Fachkenntnis und Erfahrung optimal unterstützt. Viele Details, die heute selbstverständlich sind, wären ohne seine Hinweise damals gar nicht so umgesetzt worden.“

Technische Herausforderungen und intelligente Lösungen

Bei den Anlagen handelt es sich um Rollenbahnen und Gurtförderer – mit Sonderanbauten wie Klappen, Umsetz- und Drehstationen. Alles wurde kundenspezifisch abgestimmt und umgesetzt. Eine wichtige Herausforderung bestand in der materialschonenden Handhabung der massiven Türblätter mit einem Gewicht von bis zu 200 Kilogramm. Bei den verschiedenen Positionier- und Förderaktionen durfte die empfindliche Oberfläche an keiner Stelle beschädigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einhaltung der Maschinenrichtlinie sowie auf der Sicherheit der Mitarbeitenden.

Hinsichtlich der konstruktiven Umsetzung überzeugte Schulz mit einem innovativen Vorschlag: Statt der bisher üblichen verschweißten Stahlgestelle wurden verschraubte Gestelle eingesetzt. „Anfangs waren wir skeptisch“, so Schäfer, „heute wissen wir, dass das eine sehr gute Entscheidung war – die Gestelle sind Leichter und kostengünstiger.“ Hinzu kommt eine einfachere Wartung aufgrund der eingesetzten Techniken zum Antrieb von Rollen und Gurtförderern.

Bei Hörmann kommen unter anderem robuste Rollenförderer von Schulz zum Einsatz.

Integration in die Gesamtsteuerung

Während Schulz die mechanische Fördertechnik inklusive Antriebseinheiten lieferte, wurde die Steuerung von einem spezialisierten Partnerunternehmen aus der Region umgesetzt. Beide Systeme wurden in Freisen zusammengeführt und in Betrieb genommen.

Die Steuerung koordiniert in ständiger Kommunikation mit einer übergeordneten Prozeßleittechnik die Transporte und Positionierbewegungen innerhalb der verketteten Fertigungslinie. Besonders die kombinierten Bewegungen – etwa beim Längs- und Quertransport oder beim Heben und Absetzen – werden durch ein präzises steuerungstechnisches Regelwerk zuverlässig abgewickelt.

Robuste Technik mit hoher Wartungsfreundlichkeit

Heute bewältigen rund 50 Fördereinheiten von Schulz die Materialflüsse an den beiden Türblattlinien. Die Systeme arbeiten seit über einem Jahrzehnt äußerst zuverlässig und wartungsarm. „Wir hatten in all den Jahren so gut wie keine Ausfälle“, betont Schäfer. „Besonders positiv ist die durchdachte Wartungsfreundlichkeit. Verschleißteile lassen sich schnell und unkompliziert austauschen – gerade bei Gurtförderern ist das keine Selbstverständlichkeit.“ So lassen sich beispielsweise die Zahnriemen bei den Antrieben sehr einfach wechseln, das Wechselsystem wurde seinerzeit extra für Hörmann entwickelt.

Bei den Anlagen wurde auf eine hohe Wartungsfreundlichkeit geachtet.

Qualität und Effizienz

Die Förderanlagen von Schulz Fördertechnik tragen wesentlich dazu bei, dass am Hörmann-Standort Freisen eine effiziente, sichere und qualitativ hochwertige Türproduktion gewährleistet ist. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durchdachte mechanische Lösungen, praxisnahe Beratung und hohe Ingenieurskompetenz zusammenwirken können, um nachhaltige Produktionsvorteile zu schaffen – ein Beispiel für erfolgreiche, partnerschaftliche Industriekooperation im Sinne von Effizienz und Qualität.

Neue Perspektiven durch MiniTec

Nach den positiven Erfahrungen kann sich Hörmann gut vorstellen, auch künftige Projekte wieder mit Schulz Fördertechnik umzusetzen. Mit der Übernahme des Unternehmens durch MiniTec Anfang 2024 ergeben sich zudem neue Perspektiven: „Wir sehen die Integration in die MiniTec-Gruppe als klaren Vorteil“, so Schäfer. „Damit können künftig Mechanik, Steuerungstechnik und Automatisierung aus einer Hand kommen – was den gesamten Prozess für uns noch effizienter machen würde.“

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